Es ist Freitagmorgen, 20.02.2026 9:55 Uhr. In fünf Minuten öffnen sich die Tore der Rheingolf Messe 2026. Wir stehen vor einer gigantischen Indoor Driving Range und streichen noch schnell das letzte kleine Fältchen aus unseren brandneuen GNZV2-Golfnetzen.
Die Nervosität ist zwar nicht so hoch, wie beim letzten Jahr… aber dennoch möchte man als junges Familienunternehmen mit seinen Produkten einen bestmöglichen Eindruck hinterlassen.
Wie wir überhaupt hier gelandet sind, warum uns die deutschen Behörden beim Aufbau mit dem Zentimetermaß für Fluchtwege den letzten Nerv geraubt haben und wie unsere XXL Golfnetz-Modelle erneut einen brutalen Härtetest standgehalten haben?
Das ist eine Geschichte, die wir Dir nicht vorenthalten wollen.
Mit ‚Wir‘ meine ich, Michael (Inhaber von GolfErfolg), meine Freundin und mich. Alle weiteren (Familien-)Mitglieder des Unternehmens hatten Urlaub zu der Zeit…
Ein gigantischer Auftrag: Die perfekte Indoor Driving Range

Unser Auftrag für die diesjährige Rheingolf Messe 2026 war ein echter Ritterschlag: Wir durften die komplette Driving Range und alle Fitting-Bereiche der Firmen Callaway, Muzino, PING, Wilson und TaylorMade ausstatten.
Wir reden hier von sechs unserer XXL-Modelle – den größten Golfnetzen der Welt für den Innen- & Außenbereich.
Dazu brandneue Designs und extrem widerstandsfähige Netz-Materialien. Es war die ideale Bühne, um der Golfwelt (und den ganz großen Marken) live zu zeigen, was ein echtes Golfnetz „Made in Germany“ unter Dauerbelastung wirklich aushält.
Der Totalausfall: Wenn das Team beim Golfnetz-Aufbau fehlt

Auf dem Weg zum Lager habe ich die erfreulichen Nachrichten erhalten, dass meine beiden Helfer für den Aufbau aller Modelle krankheitsbedingt absagen mussten.
Auch wenn unsere Golfnetz-Modelle schnell auf- und abgebaut werden, sind Aufbau von sechs XXL Modellen, plus Messe-Stand, plus korrekter Positionierung aller Modelle, plus Rückfahrt aller Transportwägen, etc. schon irgendwie anstrengend alleine.
Wir haben dann zu zweit Kisten geschleppt und jedes einzelne Golfnetz zu zweit aufgebaut…
Irgendwann konnten wir zwischen all der Arbeit sogar ein bisschen die Aussicht auf die anfliegenden Flugzeuge des nahen Flughafens genießen. Das ist einfach ein cooler Standort am Flughaften Düsseldorf.
Gerade fertig geworden… dann ging’s los…

Der Personalmangel war nicht unser einziges Problem.
Wer die größten Golfnetze der Welt in Innenräumen aufstellt, die bald von tausenden Menschen umgeben sein werden, die abertausende Golfschläge ausführen werden, ruft in Deutschland natürlich ganz schnell die strengen Schutz- und Brandschutzbehörden auf den Plan.
Unsere Modelle waren so gewaltig, dass wir unfreiwillig Fluchtwege blockiert hatten.
Also mussten wir am nächsten Tag Kommando zurückrudern, die schweren Modelle umstellen, neu positionieren, ausprobieren, testen und feinstes Messe-Tetris spielen und am Ende wieder alles zurück umstellen, bis die Prüfer endlich glücklich waren und alles zu 100 % sicher stand.
Kaum zu glauben… Grund für das Chaos waren ganze 50cm zu viel nach vorne. Zum Glück können die Seitenwände beliebig lang gezogen und flexibel am Boden fixiert werden. Aber gut… lieber zu strenge Regeln, als zu lasche.
Drei Tage Dauerfeuer auf unsere Golfnetz-Modelle

Freitag, 10 Uhr. Die Tore öffneten sich. Die Besucher strömten herein.
Wenn man die Halle betrat, war es unmöglich, unsere riesige Indoor Driving Range zu übersehen.
Wir standen am Rand und beobachteten gebannt die Blicke der Profis und Besucher. Von ehrfürchtigem Staunen bis hin zu kritischen Blicken war alles dabei.
Von ‚Wer braucht sowas?‚ bis hin zu ‚Wahnsinn! Wo bekomme ich soeins?‚ war alles dabei.
Dann meldeten sich die ersten Golfer für ein Fitting an. Wir hörten das erste, satte Pock!, als der erste Ball mit einem Driver und voller Wucht in unser Trainingsnetz donnerte. Und dann noch eins. Und noch eins.
Drei volle Tage lang feuerten die Besucher ab 10 Uhr morgens aus allen Rohren auf unsere Modelle. Es war teilweise laut im Innenbereich, es gab tausende Fragen und Testschwünge auf unserem Stand, teilweise extrem kraftvolle Driver-Abschläge und restlos begeisterte Gesichter bei den großen Marken.
Am Sonntagabend waren wir komplett k.o., aber überglücklich: Unsere Netze haben das Dauerfeuer ohne mit der Wimper zu zucken weggesteckt. Ein besseres Golf Training unter Realbedingungen gibt es nicht.
Ein riesiges Dankeschön an alle, die uns am Stand besucht und sich schon vor Ort für eines unserer Modelle entschieden haben!
Das inoffizielle Messe-Ende und die (weite) Heimfahrt

Offiziell geht so ein Messe-Sonntag ja bis 18 Uhr. Die ungeschönte Wahrheit sieht allerdings anders aus: Spätestens um 16 Uhr fällt der unsichtbare Startschuss und das große Abbau-Fieber bricht aus.
Wenn man sich zu diesem Zeitpunkt in der Halle umgeschaut hat, sah man überall das gleiche Bild. Alle Aussteller waren unfassbar k.o. und komplett platt.
Es war ein wirklich großartiges Erlebnis, mit all diesen etablierten Golf-Firmen vor Ort die Zeit zu verbringen, gemeinsam die Kunden und Besucher zu betreuen, Kontakte auszutauschen und Kooperationen zu schließen.
Man wächst an so einem Wochenende als Community richtig zusammen. Aber am Ende waren wir alle einfach nur noch fertig und wollten so schnell wie möglich nach Hause.
Das inoffizielle Messe-Ende und die (weite) Heimfahrt

Im Bild das XL Modell (Ananas-Modell, Aussteller-Version)
Wir hatten da zum Glück einen absoluten Heimvorteil: Da wir direkt hier aus Düsseldorf kommen, stand unser eigenes Bett quasi schon um die Ecke. Da taten uns die Kollegen, die nach dem anstrengenden Abbau noch nach München oder Hamburg fahren mussten, schon fast ein bisschen leid.
Es hat sich dennoch für uns alle gelohnt. Und es hat unfassbar viel Spaß gemacht.
Wir sehen uns dann nächstes Jahr wieder.
Falls auch Du Dich für eine eigene Driving Range zu Hause, im Garten oder Büro interessierst, kannst Du hier das für Dich passende Modell auswählen.
Beste Grüße, Michael
